Rückblende: Das iPhone 1 meines Bruders gibt langsam (!) seinen Geist auf. Akku schwach, Installation (jailbreak) korrupt. Geschwindigkeit unter aller Sau. Aber das Teil ist Kult. Echt Metall in den Händen zu halten ist halt schon cooler, als Plastik.
Dann: Präsentation des neuen iPhones. Glas und Metall. Schnell. iOS4. Voller Akku, HD-Filme, Kamera. Nicht bloss haben wollen. Müssen! Aber ach! in der Schweiz erst eine gefühlte Ewigkeit später. Das geht nicht. Also mal einen auf ganz schlau machen und im französischen Apple Store eines vorbestellen.
Auf der Website versprechen sie (en français) Liefertermin 24. Juni. Cool, notfalls könnte man das ja irgendwo in den Sommerferien abholen gehen. Also Bestellung fortsetzen. Rechnungsadresse? Ich, Bern, Schweiz. Kein Problem, klappt. Lieferadresse? Ja, das muss dann schon in Frankreich sein. Also gebe ich die Adresse des Sommerhauses meines Bruders in Frankreich ein. Kann ich in den Ferien ja dort abholen gehen. Weiter im Bestellprozess, alles klappt, meine Kreditkarte wird akzeptiert.
Apple France schickt eine charmante Bestellbestätigung. Lieferdatum: 24. Juni. Huch, dann ist ja gar niemand an der angegebenen Lieferadresse! Was tun? Ich mach noch einmal einen auf ganz schlau und warte bis am 22. Juni. Dann ändere ich die Lieferadresse um in eine gefakte Adresse in Bern: 30001 Bern, Suisse, FR. Die Postleitzahl musste 5-stellig sein, das Land “FR” konnte nicht geändert werden.
Die Dinge nehmen ihren Lauf. Am 23. Juni kommt ein Mail von Apple, dass das iPhone auf dem Weg sei. mit UPS und Tracking-Nummer. Das iPhone wandert von NL über Köln nach Marseille. Am 24. Juni merkt UPS in Marseille, dass die Adresse nicht ganz stimmen kann. Meldung an Apple: “Die Postleitzahl ist falsch, wir versuchen sie zu korrigieren.” Apple sendet mir ein Mail: Bitte kontaktieren Sie UPS, um eine gültige Adresse anzugeben. Wenn UPS nichts von Ihnen hört, wird die Bestellung in 5 Tagen storniert.
Ich mach vorerst gar nichts, weil ich die Lieferung hinauszögern will, da erst in einer Woche jemand vor Ort in Frankreich ist, um das Paket in Empfang zu nehmen.
Nun spielt das fleissige Lieschen UPS seine Stärke aus: Die angegebene Adresse ist doch eindeutig zuweisbar, also ist die Lieferung Zustellbar. Paket über Nacht zurück nach Köln, von Dort aus nach Basel.Weiter auf dem Landweg nach Wiler bei Seedorf (juhui schon im Kanton Bern!)
Am 25. Juni um 15:40 fährt das braune UPS-Wägelchen vor und der freundliche Chauffeur liefert ein hochwillkommenes Paket ab.
Bravo UPS!



Juni 25th, 2010 at 19:05
Wie lautet die Adresse des Ferienhauses deines Bruders…?
Juni 25th, 2010 at 23:32
Sag ich natürlich nicht.
Aber es reicht, wenn Du eine gültige Adresse eingibst (z.B. Irgend ein Postamt in der Provinz). Mit meiner “Schlaumeierei” wird die ja nicht benötigt.
Juli 1st, 2010 at 01:43
beim neuen iphone sind auf jeden fall einige interessante neue features vorhanden, vor allem technischer natur. das neue design finde ich zu kantig
Juli 1st, 2010 at 06:34
Bis jetzt fühlt es sich mit den “schärferen” Kanten sehr gut an. So quasi “man fühlt es besser in der Hand”. Und die Buttons sind besser fühlbar.
Bin gespannt, ob meine Hosen sich stärker abnutzen werden dadurch.
Juli 6th, 2010 at 14:11
Ob das wohl immer klappt! Interessant wäre der Gedanke schon, es so zu bestellen
Darf ich fragen wie viel Zollgebühren du bezahlt hast?
Juli 6th, 2010 at 20:44
@kuschti Ich weiss nicht, ob das immer noch klappt.
Ein pikantes Detail lässt mich zweifeln: Eine gute Stunde vor der Auslieferung hat UPS von Apple einen Rückruf erhalten: “A DELIVERY CHANGE REQUEST FOR THIS PACKAGE WILL BE PROCESSED / RETURN TO SENDER PENDING”
Die haben wahrscheinlich Wind davon gekriegt und wollten verhindern, dass die Dinger in die Schweiz ausgeliefert werden. Genützt hats zum Glück nichts, der Kurier hat den Rückruf nicht mehr erfahren, bis er bei uns aufkreuzte.
Der andere Punkt ist, dass das iPhone 4 momentan auch in FR 3 Wochen Lieferfrist hat.
Juli 7th, 2010 at 10:20
Ok.. dann lasse ich das lieber sein